Acera
Zwischen den Hängen des Monte Maggiore und des Monte Grande, auf fast tausend Metern Höhe (972 m ü. M.), liegt Acera, einer der höchstgelegenen Ortsteile von Campello sul Clitunno. Das Dorf, eingebettet in Eichen- und Ahornwälder — woraus sich wahrscheinlich sein Name ableitet — überragt das Tal des Baches Spina entlang der alten Route, die das Umbriatal mit der Valnerina verband.
Die Straße, die Acera durchquert, war einst eine wichtige Transhumanz-Route, die von Hirten und ihren Herden benutzt wurde, wenn sie von den Winterweiden der Maremma im Latium zu den Sommerweiden des umbrisch-marchigischen Apennins zogen. Bereits 1468 beherbergte das Dorf ein kleines Hospitale, eine Herberge für wandernde Hirten und Tiere, ein Beleg für seine strategische Bedeutung.
Die Ursprünge
Das Gebiet von Acera war seit der Antike bewohnt: archäologische Funde aus dem nahegelegenen Kastell von Monte Serano, aus der späten Bronzezeit, bezeugen eine stabile Besiedlung bereits in vorgeschichtlicher Zeit. Der Ortsname könnte von acer („Ahorn“) stammen, der einst in den Wäldern der Region üblich war, oder von arx („Burg“), als Hinweis auf den befestigten Charakter des Ortes.
In der Römerzeit durchzogen Nebenwege die Hänge des Monte Maggiore, verbunden mit der Via Flaminia, welche Spoleto, Trevi und das obere Clitunnotal miteinander verband. Erst im Mittelalter erhielt Acera jedoch eine stabile und erkennbare Rolle als befestigter Posten zur Kontrolle der Weiden und der Transhumanzwege.













